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Diakonisches Lernen in der Haupt- bzw. Mittelschule

Im Matthäusstift der Diakonie Ingolstadt kommt es zu regelmäßig wiederkehrenden Begegnungen zwischen den Bewohnern des Seniorenstifts und Schülern der 8. und 9. Klasse der Mittelschule an der Lessingstraße

Marietta Schmidt arbeitet als gerontopsychiatrische Fachkraft im Matthäusstift der Diakonie Ingolstadt. Ein Teil ihrer Aufgaben ist die Begleitung der Ehrenamtlichen, die sich für die Bewohner im Haus engagieren. Zu den Ehrenamtlichen zählen auch Schüler der Mittelschule an der Lessingstraße, die regelmäßig einmal im Monat für eineinhalb Stunden mit Bewohnern des Hauses z. B. zu Rollstuhlausflügen aufbrechen. Marietta Schmidt sagt: "Wenn die Schüler ihren diakonischen Einsatz beendet haben, dann setze ich mich erst einmal mit ihnen zusammen und trinke eine Cola mit ihnen und schicke sie nicht gleich nach Hause!"  

Die Schüler sind mit ihren gelben Signalwesten während der Rollstuhlausflüge auch von den Autofahrern gut zu erkennen. Außerdem signalisieren sie der Stadtbevölkerung, dass die Bewohner des Matthäusstifts Teil der Nachbarschaft und des Sozialraums sind. Die älteren Menschen besuchen mit den Schülern z. B. einen Markt, sie riechen an frischen Blumen und freuen sich, dass junge Menschen mit ihnen etwas unternehmen. Die Schüler spüren, dass sie gebraucht werden und dass man ihnen etwas zutraut. Entscheidend für das Gelingen dieser regelmäßigen diakonischen Begegnungen ist die Zeit, die Marietta Schmidt für die Schüler hat. Dadurch entsteht das Vertrauensverhältnis, von dem letztlich das Haus, die Angestellten, die Bewohner und die Schüler in ihrer Entwicklung profitieren.