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Diakonisches Lernen im Kindergarten

Wöchentlich wiederkehrende Begegnungen anlässlich von Geburtstagen der Bewohner im Elisenstift Schillingsfürst/Seniorenwohn- und Pflegeheim und dem Evangelisch-Lutherischen Kindergarten. Zusätzlich wird regelmäßig einmal im Monat ein Generationentreffen veranstaltet.

"Alles muss klein beginnen!" - so auch das Miteinander der Generationen. Die Kindergartenkinder des Evangelisch-Lutherischen Kindergartens Schillingsfürst kommen deshalb wochentags am Geburtstag von Bewohnern im Seniorenwohn- und Pflegeheim vorbei. Sie singen zusammen mit den Mitarbeitern ein Geburtstagsständchen für den Jubilar oder die Jubilarin. Die Kinder dürfen dabei auch die Geschenke des Elisenstifts überreichen. Voller Stolz geben sie das rote Glückwunschherz weiter und sprechen die Einladung zur gemeinsamen Geburtstagsfeier aller Bewohner im Haus aus.

 

Das Miteinander der Generationen beschränkt sich aber nicht nur auf die Geburtstagsbesuche. Regelmäßig einmal im Monat kommen die Kinder und die Bewohner des Elisenstifts zum "Generationentreffen" zusammen. Im Vorfeld haben die Senioren Kuchen oder Obstsalat vorbereitet. Die Handpuppe Abraxas begrüßt Kinder und Senioren einzeln mit ihren Namen. Gemeinsam werden Kinderlieder gesungen, die bereits die Senioren aus ihrer Kindheit kennen. Durch Tanz und Bewegungsspiele kommt Schwung in die Runde. Dieses Modell, das von der Kindergartenleiterin und der Ergotherapeutin im Elisenstift entwickelt wurde, bewährt sich bereits seit einigen Jahren. Beide Einrichtungen erleben durch die Zusammenarbeit ein positives Miteinander und arbeiten Hand in Hand für die Wertschätzung der Senioren und die Entwicklung der Kinder.

Pflegedienstleitung Katrin Leipold (mitte rechts) inmitten der Kinder, der Bewohner und der Pflegekräfte

Statement der Pflegedienstleitung:

"Die Begegnung ist sowohl für die Bewohner als auch für die Kinder ein Gewinn. Eine Hemmschwelle wird abgebaut. Die Bewohner freuen sich sehr über den jugendlichen Besuch. Er bedeutet für sie eine besondere Wertschätzung. Ich denke, dass  durch diese Erlebnisse der Kontakt und der Austausch zwischen den verschiedenen Generationen gefördert wird. Die Bewohner spüren, dass sie den Kindern wichtig sind. Gleichzeitig wird den Kindern die Angst vor einem Altenheim genommen. Und wer weiß, vielleicht stellt diese sehr frühe Begegnung mit dem Pflegeberuf auch eine besonders wirkungsvolle Art der Nachwuchsgewinnung dar. Schließlich begegnen den Kindern regelmäßig Altenpflegerinnen und Hilfskräfte. Mein Beruf und der meiner Kolleginnen und Kollegen dürfte den Kindern nach den Jahren im evangelischen Kinderhaus ziemlich vertraut sein. Ich hoffe, dass er für sie positiv besetzt ist. Die Begleitung und das Gespräch mit den Erzieherinnen spielt dabei natürlich eine wichtige Rolle." (Katrin Leipold, PDL)