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Diakonisches Lernen im Gymnasium

Cartoon: Antonia Keiser

Die Klasse  8d des Paul-Pfinzing Gymnasiums Hersbruck entscheidet sich für einen diakonischen Aktionstag im Sigmund-Faber Heim.

Pfarrer Georg Scharrer unterrichtet Evangelische Religion am Paul-Pfinzing Gymnasium in Hersbruck. Seit vielen Jahren pflegt das Gymnasium eine Partnerschaft mit dem Sigmund-Faber Heim der Diakonie Neuendettelsau. Die Schüler haben die Chance, das Unterrichtsthema „Nächstenliebe“ nicht nur mit Hilfe von Unterrichtsmaterialien zu bearbeiten, sondern selber den Umgang und das Gespräch mit älteren Menschen einzuüben. Die Schüler bereiten für die Begegnung mit den Senioren einen "Parcours der Sinne" vor. Ein Schüler nimmt Vogelstimmen in der Natur auf und motiviert die Bewohner des Heims zum Ratespiel. Schülerinnen üben mit Pflegekräften einen "Sitztanz" mit bunten Tüchern ein. Die Performance erfolgt im Gottesdienst. Jule bäckt zu Hause einen "Gesundheitskuchen". Beim gemeinsamen Kaffeetrinken mit den Senioren erntet sie dafür Lob. Der Heimleiter Stephan M. Abt kommt zur Nacharbeit in den Unterricht.

 

Die Schülerinnen Jule, Juliane und Anne sagen im Gespräch mit Martin Dorner, was sie von diesem erlebnisorientierten Unterricht außerhalb der Schulmauern halten:

 

Jule: "Naja, der Herr Scharrer hat ja auch erst einmal so gefragt, ob wir den Besuch im Sigmund-Faber Heim machen wollen und dann haben wir erst einmal abgestimmt. Dann war die Mehrheit dafür und dann haben wir noch besprochen, was man dort jetzt machen könnte."

MD: "Gefällt dir so eine Art von Unterricht, bei dem man die Schule verlässt?"

 

Jule: "Ja!"

MD: "Warum?"

 

Jule: "Weil ich glaube, dass man so oft mehr lernen kann, als wenn man im Klassenzimmer sitzt und dabei ganz viele Stunden nacheinander hat. Irgendwann kann man sich dann auch nicht mehr so gut konzentrieren. Und wenn man dann aber erst einmal direkt im Geschehen ist, dann behält man das auch besser im Gedächtnis."

 

Juliane: "Ich finde, dass es auch abwechslungsreicher zum Unterrichtsalltag ist."

 

Anne: I"ch find das auch gut, weil dann sieht man halt, wie das wirklich ist. Ich denke, der Herr Scharrer kann uns das nicht genau erklären, wie sich alte Menschen verhalten, oder wie man sich ihnen gegenüber verhalten soll. Der kann es einem schon sagen, aber ich denk, es ist dann trotzdem noch einmal anders, wenn man bei ihnen ist, als wenn er es uns erklärt."

 

Das ganze Gespräch mit den Schülerinnen anhören

Das ganze Gespräch von Martin Dorner mit Anne, Alia, Jule, Juliane und Laura anhören.

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