Religionspädagogischer Arbeitskreis Neu-Ulm arbeitet an Methoden zum Diakonischen Lernen

Dr. Martin Dorner, Diakon Jürgen Kühn (Rummelsberger Diakonie) und Michael Henni (Diakonisches Werk Neu-Ulm). (Foto: Dorner)

Wie lässt sich eine unkomplizierte „Begegnung der Generationen“ für Schüler in einer Einrichtung für Senioren in die Tat umsetzen? Wer traut sich die Gestaltung „inklusiver Momente“ in einer Tagesstätte für psychisch kranke Menschen zu? Wer steht eher auf eine „Diakonie der Sinne“ und möchte, dass seine Religionsklasse mit anderen Menschen kocht und isst?

24 Religionspädagoginnen und Religionspädagogen des Dekanats Neu-Ulm hielten sich bei ihrer Fortbildung im Evangelischen Gemeindezentrum Günzburg am 25.10.2018 nicht allzu lange bei der Theorie des diakonischen Lernens auf, sondern erprobten gleich den Ernstfall: Wie nähert man sich im Unterricht an konkrete diakonische Themen an, wie lassen sich Begegnungen außerhalb des Klassenzimmers in Seniorenheimen, Unterkünften für Flüchtlinge oder Tageseinrichtungen für psychisch kranke Menschen organisieren und wie lässt sich das Erlebte so reflektieren, dass ein Lernprozess für die Schüler in Gang gesetzt wird.

Neben Dr. Martin Dorner und zwei Schülerinnen des Maria-Ward-Gymnasiums Günzburg wirkten mit Diakon Jürgen Kühn und Michael Henni zwei Vertreter diakonischer Lernorte aus dem Dekanat Neu-Ulm an der Fortbildung mit. Diakon Kühn leitet verschiedene pflegerische Einrichtungen und einen ambulanten Dienst der Rummelsberger Diakonie in Leipheim und Umgebung und Michael Henni ist beim Diakonischen Werk Neu-Ulm beschäftigt und leitet den Sozialpsychiatrischen Wohnverbund in Neu-Ulm. Die Möglichkeit, mit regionalen diakonischen Verantwortlichen im Laufe des Tages und während des Mittagessens in Kontakt zu kommen, wurde von den Mitgliedern des AK Religionspädagogik rege genutzt.

Neben der Einführung in das Konzept des diakonischen Lernens und in methodische Fragestellungen gab Martin Dorner eine Fülle an Praxistipps, wie Diakonisches Lernen neu an der Schule einzuführen ist und wie wichtig dabei die Suche nach Verbündeten ist. Er hob hervor, dass Schulleitungen in den meisten Fällen diakonische Praxiserfahrungen und Außenkontakte bzw. soziale Begegnungen befürworten und das Fach Religion damit deutlich an Relevanz an der Schule gewinnt.

Die Organisation und Gesamtleitung des Tages lag in den Händen von Maria Brendemühl. Sie ist Schulreferentin in dem schwäbischen Dekanat.

28/10/18 Dr. Martin Dorner   

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Informationen